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![[Schleie:] Ein perfekter Aprilfisch!](/assets/cache/600/600/media/Artikel/2026/03/schleie/TINCA-TINCA-01b-teaser.jpg)

| 28 | 09 | 2026 | Praxis | |
| 28 | 09 | 2026 | Praxis |
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Der Sommer 2026 war fischereilich zum Vergessen. Jetzt ist die Zeit gekommen, um das Versäumte aufzuholen. «Petri-Heil» stellt die Lieblingsköder unserer Autoren vor, wenn es im goldenen Herbst auf grosse Räuber geht.
Ich bin ein grosser Fan von vielseitig einsetzbaren Hybrid-Ködern. Ein sehr gutes Beispiel stellt der BlackBug Beetle der Marke BlackBay dar. Dieser Hybrid-Hechtköder mit robustem Hartkopf, hochwertigen Hirschhaar-Fransen und austauschbarem Gummischwanz (Twister oder Paddle) erzeugt im Wasser eine grosse Silhouette und bringt viel Verdrängung, was eine grosse Aufmerksamkeit garantiert. Der grosse BlackBug Beetle ist 21 cm lang und 75 g schwer. Zusätzlich gibt es den kompakteren BlackBug Beetle Junior mit 17 cm und 35 g. Die Farbmodelle reichen von natürlichen Dekoren bis hin zu auffälligen Farbkombinationen. Die Auswahl ist sehr gross. Der Köder lässt sich im Herbst mit eindrehbaren Gewichten sehr gut auf die gewünschte Tiefe bringen, kann aber auch ohne Gewicht im Flachwasser gefischt werden.
Robin Melliger
Wenn im Herbst die Wassertemperaturen wieder auf für Hechte angenehme Temperaturen von 10 bis 15 °C sinken, drehen die Räuber bekanntermassen voll auf. Einer der Top-Ködertypen für die Hechtangelei in dieser heissen Phase sind Jerkbaits, genauer Spin-Jerks, die auch mit einer normalen Hechtrute gefischt werden können.
Spin-Jerks entfalten ihren flankenden Lauf, anders als die herkömmlichen Modelle, bereits durch einen konstanten Zug. Die Köderführung ist angenehm einfach und auch für Anfänger problemlos zu meistern. Einfach den Jerk mit ein paar Umdrehungen ankurbeln und den Köder dann kurz stehenlassen. Das ist der Moment, in dem die meisten Hechte zuschlagen! Dazu kommt noch: Durch das kompakte Design und das im Vergleich zur Grösse hohe Gewicht von Jerks fliegen sie im Wurf wirklich weit – perfekt, vor allem für Uferangler. Beim Tackle sollte man nichts anbrennen lassen. Eine Rute mit etwa 80 g Wurfgewicht, 0,20er-Geflochtene und ein Vorfach ab 12 kg dürfen es schon sein. Denn bei Wurf und Anhieb mit den recht gewichtigen Ködern entstehen nicht zu verachtende Schnellkräfte, die das Gerät aushalten muss.
Florian Pippart
Unser Lieblingsmuster ist eine selbstentworfene Fliege mit Bucktail und Wiggletail. Der bullige Kopf mit dem Bucktail-Körper sorgt dafür, dass der Streamer schön voluminös bleibt und beim Strippen zusätzlich ausbricht. Wir können ihn langsam und gemütlich führen, aber auch etwas schneller fischen – genau diese Vielseitigkeit macht ihn so spannend. Aufgrund seiner Grösse ist er nicht ganz einfach zu werfen, da das Muster aber unbeschwert ist, lösen wir dieses Problem mit Sinkschnüren der Schnurklasse 10. Damit bringen wir genug Reichweite hin und können bei Bedarf auch gut eine Etage tiefer fischen. Wir haben schon viele tolle Fische damit gefangen: egal ob am Weiher, im See oder auch im Brackwasser.
Wer ihn sich gerne nachbauen möchte, findet die Bindeanleitung in der «Petri-Heil»-Sommerausgabe 2022.
Daniela und Mauro Misteli
Es gibt für mich kaum etwas Spannenderes als Bisse auf einen Oberflächenköder. Den «Sammy» von Lucky Craft lernte ich bereits vor zwanzig Jahren beim Bassfischen kennen. Inzwischen zählt er auch beim Hecht zu meinen Lieblingsködern. Mit dem Sammy flache Buchten, versunkene Bäume und Büsche anzuwerfen und jederzeit mit einem krachenden Biss zu rechnen: Das gehört zum Besten, was die Fischerei zu bieten hat. Dieser Stickbait lässt sich sehr gut auswerfen. Entsprechend gross sind Reichweite und Treffsicherheit, um etwa eine Jagdszene oder eine Schilflücke gezielt anzuwerfen. Als Oberflächenköder kann man ihn zudem über Kraut, Holz oder unbekannten Tiefen führen.
Ruben Rod
Mein Favorit für Herbst-Hechte ist der Spinner, genauer der Mepps. Ja, ich weiss, er ist langweilig in der Präsentation und oft genug denkt man sich, warum sollen die Hechte noch auf Spinner reinfallen, wenn diese doch schon seit mehreren Hechtgenerationen durchs Wasser gezogen werden? Nun, wer mit dem Spinner fischt, dem zeigt er seine Fängigkeit mal für mal. Doch Spinner ist nicht gleich Spinner, und natürlich gibt es auch für ihn keine absolute Fanggarantie. Besonders interessant finde ich folgende Beobachtung: Welche Form und Grösse des Spinnerblatts fängig ist, hängt meiner Erfahrung nach nicht etwa vom Tag, sondern viel mehr vom befischten Gewässer ab. Hat man einmal den Code geknackt, darf man mit vollstem Vertrauen immer wieder auf diese Form zurückgreifen. Es ist nicht so, dass ich pausenlos mit dem Spinner fische, wenn ich in den Herbstmonaten auf Hechte unterwegs bin. Doch einen wichtigen Vorteil hat er alleweil; er braucht nicht viel Platz, findet in jeder Köderbox Platz und ist der perfekte Plan B, wenn es mit den anderen Ködern nicht hinhauen will.
Nils Anderson
Die vergangenen Monate waren sicherlich nicht leicht für die Hechte. Hohe Wassertemperaturen wie auch niedrige Sauerstoffgehalte in den Gewässern machten ihnen zu schaffen. Darunter litt ihr Wachstum und die Reserven für den Winter konnten auch noch nicht angelegt werden. Jetzt ist für die Hechte deswegen definitiv die Zeit gekommen, um sich für die Wintermonate vollzufressen. In meinen Augen darf der Fokus der Hechtfischerei jetzt bei eher kleineren Jigs liegen, welche zügig präsentiert werden. Köder von 10 bis 14 cm Länge bringen mir im Herbst immer wieder gute Erfolge, gerade auch, wenn es um die stattlicheren Hechte geht. Mein absoluter Favorit – um das Kind beim Namen zu nennen – ist der 14 cm lange Provius von Toppies in der Farbe Watermelon Lime. Ich achte besonders darauf, dass der Schwanz der Gummifische sich hochfrequent bewegt und der Köder auch bei schneller Köderführung stabil läuft.
Sidy Ouattara
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